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    Mit dem Feuer gespielt

    hab mit dem Feuer gespielt und mich verbrannt
    ich wollt in dir versinken und hab mich nur verrannt
    blind vor Glück tastet suchend meine Hand
    nach der Tür in der Wand, hab längst nicht mehr erkannt
    wie es steht, wo es lang geht, und dann war es schon zu spät
    wie ein Magnet hast du an mir gezerrt
    alle Wege versperrt, jeder Ton in mir klang ohne dich verzerrt

    der Horizont blieb wochenlang verdeckt
    als ich endlich gecheckt hab
    dass du mit dem was du von mir willst
    nicht das erfüllst, was ich erhofft hab
    und viel zu oft trab ich bei dir an
    und wünsch mir dann und wann
    dass du den Bann einfach wegbläst, hast ihn mir eingefräst
    deinen Namen als Rahmen um mein verlorenes Herz
    oh Schmerz, er wird mir noch zu eng

    ich hab mit dem Feuer gespielt und mich verbrannt
    ich wollt in dir versinken und hab mich nur verrannt

    dein Rahmen wird mir noch zu eng
    und bald macht es Peng, und dann platzt mir die Brust
    und der Frust reißt ein Loch in meine Mitte
    bitte, dann ist der Tag versaut
    nur weil ich mich nicht getraut hab
    gleich zu gehen, ich wäre ja gegangen
    doch ich wusste nicht wohin, mitgefangen, mitgehangen
    mittendrin als Hauptgewinn, die finsteren Blicke
    die du mir schenkst
    wenn du dich für mich verrenkst

    nur an besonderen Tagen kann ich es noch wagen
    mich heimlich zu fragen, warum ich mit dir
    und wie dumm dieses Tier, das sich Mann nennt
    hinter dir her rennt, über deinem Foto einpennt
    ich hab geträumt, dass du von mir träumst
    und mit der Zeit deine Zweifel ausräumst
    bin ich schon aufgewacht, hab ich im Schlaf gelacht oder geweint
    ist es wirklich so schlimm, wie es scheint

    ich hab mit dem Feuer gespielt und mich verbrannt
    ich hätt dich nie geküsst, hätte ich dich gleich erkannt

    ich denk noch immer, es ist viel, viel, viel, viel
    schlimmer als es scheint, sag schon
    hast du irgendwann irgendwas irgendwie ernst gemeint
    hab ich Grund zu hoffen, einen Punkt in dir getroffen
    der dir irgendwas bedeutet, oder streifst du mich ab
    wie ne Schlange, die sich häutet, ihr neues Ich aus sich erbeutet
    die vernarbte alte Haut der Zeit und den Maden anvertraut

    ich hab mit dem Feuer gespielt und mich verbrannt

    kann nur noch Haltung wahren mit dem Rücken an der Wand

    ich hab mit dem Feuer gespielt und mich verbrannt
    ich wollt in dir versinken und hab mich nur verrannt


    von der CD: „Ich gucke nur, wenn du nicht guckst und hoffe, dass du’s siehst„, Masen, Soundabout, 2001)

    (©, Text und Musik: Masen Abou-Dakn)

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